Marion Gentges, ZUKUNFTSGERICHTET und Hornisgrinde-Wolf

Marion Gentges, ZUKUNFTSGERICHTET und Hornisgrinde-Wolf: Gilt Beteiligung auch beim Wolf?

ZUKUNFTSGERICHTET steht bei Marion Gentges für breite Beteiligung vor politischen Entscheidungen. Beim Hornisgrinde-Wolf stellt sich deshalb eine neue Frage: Lässt sich diese Methode auch auf ein gesellschaftlich umstrittenes Wildtierproblem übertragen?

Was würde ZUKUNFTSGERICHTET beim Hornisgrinde-Wolf bedeuten?

Als Justizministerin setzte Marion Gentges mit ZUKUNFTSGERICHTET auf unterschiedliche Perspektiven, bevor politische Antworten entwickelt wurden.

Der Ansatz lässt sich einfach zusammenfassen:

Beteiligung → mehrdimensionales Problembild → Handlung

Warum diese Reihenfolge wichtig ist, zeigt unsere Analyse zum mehrdimensionalen Problembild bei Marion Gentges. Dort wird deutlich: Keine einzelne Perspektive bildet ein komplexes Problem vollständig ab.

Beim Hornisgrinde-Wolf GW2672m, bekannt als Grindi, ist die Ausgangslage ebenfalls mehrdimensional.

Es geht um das Verhalten eines Wolfs und mögliche Vergrämung. Gleichzeitig geht es aber um Nationalpark, Artenschutz, Jagd, Weidetierhaltung, Tourismus, Hunde und Menschen in der Region, die sehr unterschiedliche Vorstellungen davon haben, wie mit Grindi umgegangen werden sollte.

Damit entsteht dieselbe Grundfrage wie bei ZUKUNFTSGERICHTET:

Wer muss gehört werden, damit das Problem vollständig verstanden werden kann?

ZUKUNFTSGERICHTET bedeutete dabei nicht, dass alle Beteiligten anschließend dieselbe Entscheidung unterstützen mussten. Beteiligung hatte eine andere Funktion: unterschiedliche Perspektiven sollten bereits in die Definition des Problems einfließen. Mehr dazu in unserer Analyse Marion Gentges und ZUKUNFTSGERICHTET: Beteiligung erklärt.

Auf den Hornisgrinde-Wolf übertragen bedeutet das deshalb weder automatisch Schutz noch Entnahme.

Es stellt zunächst eine einfachere Frage:

Wie sähe ein ZUKUNFTSGERICHTET gedachter Umgang mit Grindi aus, wenn wissenschaftliche, jagdliche, ökologische und gesellschaftliche Perspektiven vor der Entscheidung gemeinsam betrachtet würden?

Diese Frage bildet den Ausgangspunkt für die folgenden Analysen.

Marion Gentges, ZUKUNFTSGERICHTET und Grindi: Wo werden 73.000 Stimmen gehört?

Marion Gentges, ZUKUNFTSGERICHTET und Grindi: Ist Kommunikation schon Beteiligung?

 


 

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